Die Förderung läuft aus. Was jetzt zählt.

Nach zwanzig Jahren endet der EEG-Vergütungsanspruch — bei jedem Anbieter, ohne Ausnahme. Für Anlagen über 100 kWp gibt es keine gesetzliche Auffanglösung. Ab dann entscheidet allein, wie gut der Strom vermarktet wird.

Der Jahrgang 2006 ist als nächstes dran

Anlagen, die 2006 in Betrieb gingen, verlieren ihren Vergütungsanspruch zum 31.12.2026. Wer wechseln will, muss jetzt handeln — nicht wegen unserer Kapazität, sondern wegen der Kündigungsfrist des bestehenden Direktvermarktungsvertrags. Die liegt häufig bei einigen Monaten zum Jahresende.

Warum der Erlös so viel niedriger ist

Anlagen aus den Boomjahren 2004 bis 2006 hatten Vergütungssätze weit über 40 ct je Kilowattstunde. Was danach kommt, ist der Marktwert des Stroms: 2025 lag der Jahresmarktwert Solar bei 4,508 ct je Kilowattstunde. Das ist ein Faktor, kein Detail — und es ist der Grund, warum jetzt jeder Zehntelcent auf der Vermarktungsseite zählt.

Drei Dinge, die den Unterschied machen

Spotpreis statt Durchschnitt

Der viertelstündliche Preis Ihrer Anlage statt des bundesweiten Monatsmarktwerts aller Solaranlagen.

Abschalten bei Minuspreisen

Ohne Förderung greift keine Schutzregel: Bei negativem Preis zahlen Sie für das Einspeisen. Eine automatische Abriegelung verhindert das.

Ein kalkulierbarer Preis

Ein fester Monatsbetrag statt einer Beteiligung am Börsenwert. Wenn die Preise steigen, steigt Ihr Erlös — nicht unsere Gebühr.

Was Sie jetzt konkret tun sollten

  1. Kündigungsfrist prüfenSehen Sie in Ihrem Direktvermarktungsvertrag nach, zu welchem Termin und mit welcher Frist Sie kündigen können. Das ist der einzige echte Engpass.
  2. Abrechnung ansehenSteht dort ein Monatsmarktwert oder der Spotpreis Ihrer Anlage? Und: gab es Monate mit auffällig niedriger Vergütung — vor allem April und Mai?
  3. Angebote vergleichenAchten Sie nicht nur auf das Entgelt, sondern auf die Vergütungsbasis und darauf, ob und wie bei negativen Preisen abgeregelt wird.

Und wenn die Anlage weiterlaufen soll?

Eine zwanzig Jahre alte Anlage produziert weiterhin Strom, meist mit 85 bis 90 Prozent des ursprünglichen Ertrags. Der Weiterbetrieb lohnt sich in aller Regel — die laufenden Kosten sind niedrig, und die Investition ist längst abgeschrieben. Er lohnt sich aber deutlich mehr, wenn auf der Vermarktungsseite nichts liegen bleibt.

Ihre Förderung endet 2026 oder 2027? Fordern Sie ein Angebot an — wir sagen Ihnen, was möglich ist und bis wann Sie entscheiden müssen.

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